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QR-Code für die Hochzeit: Größe, Platzierung, Druckqualität

Du hast eure Hochzeitsgalerie eingerichtet, die Gäste sollen über einen QR-Code beitreten — und jetzt? Wie groß muss der Code sein, wo platziert, in welcher Qualität gedruckt? Hier die drei Faustregeln und die typischen Fehler.

Mindestgröße auf dem Druck

Die wichtigste Regel: ein QR-Code muss aus etwa 30 cm Entfernung gescannt werden können — das ist die typische Distanz zwischen Hand und Tischkarte. Damit ein moderner iPhone- oder Pixel-Scanner zuverlässig auslöst, sollte der gedruckte Code mindestens 3 × 3 cm groß sein.

Für QR-Codes an der Wand oder auf einem A4-Aushang am Eingang: mindestens 8 × 8 cm. Für ein A1-Banner im Hintergrund der Bar: 30 × 30 cm. Die Faustregel: Codegröße = Scan-Distanz × 0,1.

Fehlerkorrektur-Level richtig wählen

Beim Generieren des QR-Codes gibt es vier Fehlerkorrektur-Stufen: L (7 %), M (15 %), Q (25 %), H (30 %). Für gedruckte Karten in einer Eventumgebung lohnt sich immer H — der Code bleibt lesbar, auch wenn die Karte verknittert, ein Sektfleck draufkommt, oder jemand mittendrin den Daumen drauflegt.

H-Level ist auch Pflicht, wenn ihr ein Logo (z. B. eure Initialen) in die Mitte des Codes setzt — dann verdeckt das Logo etwa 15–20 % der Modul-Fläche, und ohne H ist der Code unscannbar.

Druckqualität: matt schlägt glänzend

Hochglanzpapier reflektiert beim Scannen — gerade bei Tischbeleuchtung mit Kerzen oder Spotlights. Smartphones brauchen dann manchmal mehrere Versuche, bevor der Scanner auslöst. Mattes oder seidenmattes Papier löst das Problem komplett.

Druckauflösung mindestens 300 dpi, Schwarz auf weißem Hintergrund. Negative QR-Codes (weiß auf schwarz) funktionieren technisch, werden aber von älteren Scannern manchmal nicht erkannt — bleibt bei der Standard-Variante, ihr verliert keinen Designpunkt.

Platzierung in der Realität

  • Tischkarte: ein Code pro Tisch, neben dem Tischnummern-Aufsteller. Gäste sehen ihn beim Setzen.
  • Stehtische beim Empfang: Code auf einem kleinen Plexi-Aufsteller. Nicht in die Mitte legen, sonst stellt jemand das Sektglas drauf.
  • Eingangsbereich: ein A4-Schild „Bitte fotografieren — Galerie hier scannen“. Funktioniert als Eisbrecher.
  • Toiletten-Spiegel: klingt absurd, ist aber Gold wert. Da fängt der Smalltalk-Moment der Mädels-Runde an, Fotos zu produzieren.
  • Menükarte: pro Karte ein kleiner Code im Fußbereich. Wer beim Essen ein Foto vom Teller macht, lädt es direkt hoch.

Häufige Fehler

  • Code auf reflektierende Folie laminiert → Kerzen-Glanz blockiert den Scanner.
  • Code zu nah an dunklen Mustern oder Goldränder → reduziert den Kontrast.
  • Code im „Bonbon-Format“ (mit verschnörkeltem Rahmen drum) → manche Scanner erkennen den Rahmen als Teil des Codes und kapitulieren.
  • Code-Generator mit Logo in der Mitte ohne H-Fehlerkorrektur → unscannbar, sobald jemand einen Schatten drauflegt.
  • Code direkt am Falz der Karte → die Modul-Fläche wird beim Falten zerstört.

Vor dem Druck testen

Schick das endgültige Druck-Layout an dich selbst, druck eine Test-Karte auf normales Papier und scan sie mit deinem Smartphone aus 30 cm Entfernung. Tut es. Tu's nicht erst nach dem 200er-Druck.

Bonus-Tipp: scan auch mit zwei verschiedenen Smartphones (iPhone + Android). Manche QR-Code-Apps sind robuster als andere, und ihr wollt nicht den Bruchteil der Gäste verlieren, die einen alten Scanner haben.